
Trockene Haut im Winter
Meist eine Frage der Pflege – manchmal ein Befund.
Kalte Außenluft, trockene Heizungsluft und heißes Duschen – im Winter kommt einiges zusammen, das der Haut Feuchtigkeit und Fett entzieht. Viele merken es zuerst an den Unterschenkeln und Unterarmen: Die Haut spannt, schuppt fein und juckt, besonders abends.
Meist lässt sich das mit der richtigen Pflege gut in den Griff bekommen. Manchmal steckt aber mehr dahinter – dann ist es sinnvoll, früh nachschauen zu lassen, statt monatelang zu cremen.
Warum die Haut im Winter austrocknet
Bei Kälte drosselt die Haut ihre Talgproduktion, gleichzeitig ist die Luft draußen wie drinnen deutlich trockener als im Sommer. Die äußere Schutzschicht verliert dadurch an Fett und Feuchtigkeit, wird durchlässiger und reagiert empfindlicher auf alles, was sie sonst gut wegsteckt.
Häufiges heißes Duschen und Baden verstärkt das, ebenso stark entfettende Waschsubstanzen. Wer zu Neurodermitis oder Ekzemen neigt, spürt den Winter deshalb meist als Erster.
Was zu Hause hilft
Kürzer und lauwarm duschen statt heiß und lang, milde Waschsubstanzen verwenden und die Haut danach nur abtupfen. Direkt auf die noch leicht feuchte Haut gehört eine rückfettende Pflege; im Winter darf sie fetthaltiger sein als im Sommer. Zusätze wie Harnstoff binden Feuchtigkeit in der Haut.
In beheizten Räumen hilft es, die Luft nicht zu trocken werden zu lassen und regelmäßig zu lüften. Wolle direkt auf der Haut reizt zusätzlich – eine Lage Baumwolle darunter macht oft schon den Unterschied.
Wann Sie zu uns kommen sollten
Wenn der Juckreiz den Schlaf stört, wenn sich gerötete, nässende oder verkrustete Stellen bilden, wenn die Haut trotz konsequenter Pflege über Wochen nicht besser wird – oder wenn es jeden Winter wiederkehrt. Dahinter können eine Neurodermitis, ein Kontaktekzem oder eine Schuppenflechte stecken, seltener auch eine innere Ursache.
Wir schauen uns die Haut an, ordnen den Befund ein und stimmen die Behandlung darauf ab – von der passenden Basispflege über wirkstoffhaltige Präparate bis zur Abklärung von Auslösern.

Pflege, die im Winter trägt
Die richtige Pflege im Winter ist meist fetthaltiger als die im Sommer und wird auf die noch leicht feuchte Haut aufgetragen. Wirkstoffe wie Harnstoff binden Feuchtigkeit dort, wo sie hingehört.
Welche Grundlage zu Ihrer Haut passt, hängt vom Befund ab. Wir sagen Ihnen konkret, worauf Sie beim Kauf achten sollten – und was Sie sich sparen können.
Unsere Ärztinnen und Ärzte






Unser Anspruch
Am Anfang steht das Gespräch,
nicht die Behandlung.
Was sinnvoll ist, zeigt sich erst nach der Untersuchung. Deshalb behandelt bei uns ein fachärztlich qualifiziertes Team – und deshalb steht am Anfang immer eine Einschätzung, kein fertiger Behandlungsplan.
Termin buchenMedizinische Kompetenz
Ihre Behandlung erfolgt ärztlich und fachärztlich begleitet, mit fundierter Erfahrung – von der Beratung bis zur Nachsorge.
Individuell statt nach Schema F
Keine Haut ist wie die andere. Vorgehen, Technik und Behandlungsziel stimmen wir auf Ihren Befund ab.
Auch mal Nein
Wenn eine Behandlung nicht sinnvoll ist, sagen wir das. Von der ersten Einschätzung bis zur Nachsorge begleiten wir Sie persönlich – und sind erreichbar, falls danach Fragen auftauchen.
Was unsere Patientinnen und Patienten sagen

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Aus Respekt vor Ihrer Zeit arbeiten wir ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung und können so Wartezeiten für Sie weitestgehend vermeiden.
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Häufige Fragen zu trockener Haut
Was uns in der kalten Jahreszeit am häufigsten gefragt wird.
Reicht eine Feuchtigkeitscreme aus?
Im Winter oft nicht. Feuchtigkeit allein verdunstet wieder, wenn die Fettschicht fehlt. Sinnvoll ist meist eine Pflege, die beides mitbringt – welche Grundlage zu Ihrer Haut passt, hängt vom Befund ab.
Ist trockene Haut im Winter automatisch Neurodermitis?
Nein. Trockene Haut ist im Winter sehr verbreitet und in den meisten Fällen kein Krankheitszeichen. Kommen aber wiederkehrende Ekzeme, starker Juckreiz oder typische Verteilungsmuster dazu, gehört das ärztlich beurteilt.
Darf ich bei trockener Haut in die Sauna?
Grundsätzlich ja, mit anschließender rückfettender Pflege. Bei akut entzündeter Haut raten wir eher ab – das lässt sich am Befund festmachen.
Was ist mit Sonnenschutz im Winter?
Im Alltag ist die UV-Belastung gering, in den Bergen und im Schnee dagegen hoch. Nach bestimmten Behandlungen ist Sonnenschutz auch im Winter wichtig; wir sagen Ihnen dann Bescheid.
Quellenangaben
Die Angaben zu trockener Haut, Barrierefunktion und Ekzemen stützen sich auf:
- AWMF – Register der Leitlinien der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften, darunter die S3-Leitlinie Atopische Dermatitis (Neurodermitis): register.awmf.org
- Krutmann J, Bouloc A, Sore G, Bernard BA, Passeron T. The skin aging exposome. Journal of Dermatological Science 2017;85(3):152–161. PubMed 27720464
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